Fragen zur Antragstellung der Digitalprämie Berlin

Die wichtigsten FAQ im Überblick

Was ist eine Steuer-ID?

Die Steuer-ID ist die persönliche Steuer-Identifikationsnummer, die jede Person vom Bundeszentralamt für Steuern zugewiesen bekommt. Diese finden Sie auf Ihrer persönlichen Einkommenssteuererklärung der letzten Jahre. Die Steueridentifikationsnummer setzt sich aus 11 Ziffern zusammen (Format XX XXX XXX XXX). Bitte geben Sie die Steuer-ID der Geschäftsführung an.

Wann bin ich vorsteuerabzugsberechtigt?

Vorsteuerabzugsberechtigt sind die Unternehmen, die selbst Umsatzsteuer erheben und an das Finanzamt weiterleiten. Vom Vorsteuerabzug ausgenommen sind also Firmen und Freiberufler, die unter die Kleinunternehmerregelung nach §19 Umsatzsteuergesetz fallen und diese auch in Anspruch nehmen.

Was bedeuten "Beschäftigte in Vollzeitäquivalent"?

Stichtag für die Berechnung der Mitarbeiterzahl ist der 31.12.2019.

Es gilt die Wochenarbeitszeit. Zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitbeschäftigte:

  • Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
  • Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
  • Mitarbeiter über 30 Stunden & Auszubildende = Faktor 1
  • Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3

Der Unternehmer bzw. Geschäftsführer selbst ist mitzuzählen. Als Beschäftigter zählt, wer mit dem Unternehmen zum o.g. Stichtag einen laufenden Arbeitsvertrag oder Ausbildungsvertrag hatte. Dazu zählen auch Beschäftigte in Elternzeit.

Ich bin Solo-Selbständiger. Was muss ich bei der Anzahl der Beschäftigten angeben?

Geben Sie bitte "1" an.

Darf ich nur einen Antrag pro Unternehmen stellen?

Ja.

Achtung: Auch wenn Sie mehrere Einzelunternehmen betreiben, sind diese an einen Unternehmer/Inhaber gebunden und als eine Einheit (=Unternehmen) zu betrachten.

Kann ich eine ausländische IBAN verwenden?

Nein, es muss ein deutsches Konto sein und der Antragstellende muss mit dem Kontoinhaber übereinstimmen.

Welche Informationen sollten bereitgehalten werden, um das Antragsformular auszufüllen?

  • Anzahl der Beschäftigten in Vollzeitäquivalent des antragstellenden Unternehmens bzw. Unternehmensverbunds
  • Branche des Unternehmens
  • Rechtsform, Name, Gründungsdatum, Website, Registernummer, Gewerbe-Steuernummer des Unternehmens und Steuer-ID der Geschäftsführung
  • Jahresumsatz des aktuellen Jahres und des Vorjahres
  • Anschrift des Unternehmens bzw. der Berliner Betriebsstätte
  • Bankverbindung des Unternehmens
  • Angaben zum Inhaber bzw. gesetzlichen Vertreter: gültiges Ausweisdokument, Name, Kontaktdaten, Steueridentifikationsnummer, E-Mail-Adresse, Telefonnummer
  • Höhe bereits beantragter bzw. erhaltener Kleinbeihilfen
  • Aktueller Handelsregisterauszug bzw. Gewerbeanmeldung bzw. Nachweis über Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit (Kopie Anmeldung Finanzamt oder Steuerbescheid)
  • Bilanz/Jahresabschluss 2019 bzw. Einnahmenüberschussrechnung 2019 bzw. Steuerbescheid 2019
  • inhaltliche Kurzbeschreibung und Erklärung Ihres Digitalisierungsvorhabens
  • Planzahlen zum Digitalisierungsvorhaben (wenn möglich bereits aufgrund von Angeboten)
  • Eintragung in der Transparenzdatenbank bei juristischen Personen (sofern bereits vorhanden)

Wie funktioniert das Anlegen eines Antrages?

Sie können sich über die Website ein Benutzerlogin anlegen. Sobald Sie diesen aktiviert haben, erhalten Sie eine E-Mail. Dass Sie sich erfolgreich angemeldet haben. Sie bekommen dann zeitnah aus dem Antragssystem eine Einladung zur weiteren Antragsbearbeitung. Es ist aufgrund der großen Antragsflut möglich, dass einige Tage vergehen, bis Sie eingeladen werden. Bitte behalten Sie daher Ihre E-Mails (auch den Spam-Ordner) im Auge.

Ist es erforderlich, einen Förderberater einzusetzen, um die Förderung zu beantragen?

Die gesamte Antragstellung ist so konzipiert, dass der Antrag ohne eine Förderberater gestellt werden kann. Es wird Ihnen darüber hinaus unterstützend eine Hotline zur Verfügung stehen.

Müssen für die geplanten Maßnahmen bei Antragsstellung konkrete Kostenvoranschläge vorliegen?

Grundsätzlich ist es für Sie von Vorteil, die Höhe der Ausgaben möglichst genau zu benennen, da eine nachträgliche Anpassung ausgeschlossen ist. Daher ist es ratsam, vorher Angebote/Kostenvoranschläge einzuholen.

Bin ich soloselbstständig?

Als Soloselbstständige werden Einzelunternehmer ohne Mitarbeiter oder Freiberufler ohne Mitarbeiter betrachtet. Sofern Sie Geschäftsführer einer juristischen Person ohne weitere Beschäftigte sind, fällt Ihr Unternehmen, die Antrag stellende Gesellschaft, unter die Unternehmensart „KMU bis 10 Beschäftigte“.

Was ist, wenn man mit mehreren Tätigkeiten selbständig ist?

Auch wenn Sie mehrere Einzelunternehmen betreiben, sind diese an einen Unternehmer / Inhaber gebunden und als eine Einheit (=Unternehmen) zu betrachten. Es ist max. ein Antrag pro Unternehmen zu stellen. Sofern Sie Geschäftsführer*in mehrerer juristischer Personen sind, kann für jedes dieser Unternehmen ein Antrag gestellt werden. Hierzu sollten Sie vorher mit uns Kontakt aufnehmen, damit wir Ihnen die Mehrfachantragsstellung im System ermöglichen können.

Wenn innerhalb des Antrages eine Maßnahme abgelehnt wird, die anderen aber förderfähig sind, wird dann der gesamte Antrag abgelehnt?

Nein, in diesem Fall wird nur die nicht zuwendungsfähige Maßnahme nicht anerkannt. Wenn Sie insgesamt den Mindestinvestitionsbetrag (2.000 EUR zuwendungsfähige Ausgaben) erreichen, erhalten Sie für die restlichen Maßnahmen den Zuschuss.

Fragen zu den

Fragen zu

Ihre Fragen wurden nicht beantwortet?

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir beraten Sie gern. 

Bildnachweise: Laurence Dutton von iStock //  Thanwa photo von shutterstock // fauxels von Pexels