Förderkriterien von EnergiespeicherPLUS im Überblick

Um eine Förderung im Rahmen des Programms EnergiespeicherPLUS zu erhalten, müssen die nachfolgenden Voraussetzungen erfüllt sein: 

Standort des Stromspeichersystems

  • Das stationäre Speichersystem wird innerhalb des Berliner Stadtgebietes errichtet und betrieben.

Vorhabenbeginn nicht vor Bewilligung der Förderung

  • Mit dem Vorhaben darf grundsätzlich erst begonnen werden, nachdem die Bewilligung des Förderantrages erfolgt ist.
  • Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines Liefer- und Leistungsvertrages über den Kauf und die Installation eines Stromspeichersystems sowie der hiermit verbundenen Solaranlage bzw. eine Bestellung oder Beauftragung einer der Komponenten.
  • Der Antrag wird auf Basis eines Angebotes gestellt. Mit Erteilung des Förderbescheides kann dann der Kaufvertrag geschlossen werden.
  • Bei Erklärung und Begründung eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns kann bereits nach Eingang des Antrages und Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn durch die IBB Business Team GmbH mit dem Vorhaben begonnen werden. Dies erfolgt dann auf eigenes Risiko der bzw. des Antragstellenden.

Nutzungsdauer und Zweckbindungsfrist

  • Das Stromspeichersystem muss mindestens drei Jahre am Installationsort betrieben werden.
  • Wird diese Nutzungsdauer unterschritten, ist dies der IBB Business Team GmbH unverzüglich anzuzeigen. In diesem Fall wird die Zuwendung inklusive Zinsen zurückgefordert.

Verhältnis Speicher zu Photovoltaikanlage

  • Die Solarstrom-Erzeugungsanlage und die Speicherkapazität müssen adäquat dimensioniert und aufeinander abgestimmt sein.
  • Das Verhältnis von Nennleistung der Photovoltaikanlage zur nutzbaren Speicherkapazität muss mindestens 1,2 kWp je 1 kWh betragen. Ist die Speicherkapazität je kWh Nennleistung größer, wird der Übertrag nicht gefördert.
  • Vom benannten Verhältnis kann zugunsten eines größer dimensionierten Speichers abgewichen werden, insofern der erzeugte Solarstrom zum Laden von Elektro-Kraftfahrzeugen genutzt wird. Die Kombination der Fördermaßnahme mit Zuschüssen aus dem Programm „Wirtschaftsnahe Elektromobilität“ (WELMO) ist ausdrücklich gewünscht.

Netzdienlichkeit der Anlage

  • Durch die Kombination aus Photovoltaik- und Stromspeicheranlage kann das Verteilnetz in Spitzenlastzeiten entlastet werden. In diesem Kontext spricht man von Netzdienlichkeit.

Als netzdienlich werden Anlagen definiert, die:

  • bei Netzüberlastung eine ferngesteuerte Reduzierung der Einspeiseleistung durch den Netzbetreiber ermöglichen
  • am Netzanschlusspunkt bei maximaler Photovoltaik-Leistungsabgabe höchstens 50 % der installierten Leistung einspeisen. Diese Leistungsbegrenzung muss für die gesamte Lebensdauer der Anlage bestehen. Zudem muss dem Netzbetreiber die Möglichkeit gegeben werden, diese Leistungsbegrenzung auf eigene Kosten zu überprüfen.

Fachgerechte und sichere Inbetriebnahme der Stromspeicher

  • Die Inbetriebnahme des Speichersystems und der Erzeugungsanlage sind fachgerecht und sicher durchzuführen und nachzuweisen.
  • Dies hat durch eine Elektroinstallateurin oder einen Elektroinstallateur zu erfolgen, die bzw. der für diese Aufgabe beim Netzbetreiber gelistet ist. 
  • Hierzu führt die ausführende Fachkraft beim Netzbetreiber eine Registrierungsnummer, welche der IBB Business Team GmbH im Rahmen der Auszahlungsaufforderung mitzuteilen ist. 
  • Der Elektroinstallationsbetrieb muss nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik arbeiten. Das bedeutet, dass die Gesamtanlage bei Inbetriebnahme dem jeweiligen Stand der Technik entsprechen muss und gültige Anwendungsregeln und Netzanschlussrichtlinien umzusetzen sind.

Hierzu gehören:

  • der Sicherheitsleitfaden Li-Ionen-Hausspeicher,
  • der Effizienzleitfaden für PV-Speichersysteme (PDF),
  • Normen und Anwendungsregeln der VDE-AR-E 2510-2, VDE-AR-E 2510-50, IEC 62619 und VDE-AR-N 4105
  • der FNN-Hinweis „Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz“ in der jeweils gültigen Ausgabe DIN 62109.

Zehn Jahre Zeitwertersatzgarantie

  • Für das Speichersystem muss eine vom Hersteller garantierte Zeitwertersatzgarantie über zehn Jahre gewährt werden. Fällt demnach innerhalb von zehn Jahren die Nennkapazität der Speichersysteme unter einen bestimmten Wert, tritt der Garantiefall ein und der Hersteller ist zum Austausch des Speichers verpflichtet. Der Zeitwert basiert auf dem Kaufpreis zum Zeitpunkt des Erwerbes. 

Mitwirkungspflicht und Erfolgskontrolle

  • Die oder der Geförderte verpflichten sich, bis zum Ende der Nutzungszeit notwendige Nutzungs- und Verbrauchsdaten der Anlage zu erfassen. Im Falle einer Evaluation des Förderprogramms müssen diese Daten auf Verlangen zur Verfügung gestellt werden. Notwendige Daten, angegeben in kWh/Monat, sind
    • Anlagen-Ertragsdaten,
    • Eigenverbrauchsdaten und
    • eingespeiste Strommengen.
  • Zudem besteht die Pflicht, auf Nachfrage über Erfahrungen und Hemmnisse bei der Projektumsetzung Auskunft zu geben. 

Kombinieren Sie EnergiespeicherPLUS mit weiteren Förderangeboten

Planen Sie neben der Anschaffung eines Stromspeichers weitere Investitionen oder suchen Sie noch Unterstützung bei der Finanzierung Ihrer Maßnahme? Dann können Sie auch eine weitere Förderung in Anspruch nehmen:

Blick auf begrüntes Dach mit Solaranlage

Wirtschaftsnahe Elektromobilität (WELMO)

Zuschüsse für die Elektrifizierung des Wirtschaftsverkehrs

GründachPLUS

Zuschüsse für die Dachbegrünung

HeiztauschPLUS

Zuschüsse für den Heizungstausch und Sanierungsberatung

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