SolarPLUS – die Photovoltaik-Förderung für die Berliner Solarwende

Das Förderprogramm SolarPLUS verfolgt das Ziel, den Ausbau der Photovoltaik in Berlin gezielt zu unterstützen und weiter zu beschleunigen, indem die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen verbessert wird.

SolarPLUS ist ein Förderprogramm der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Die Bestimmungen des Landes Berlin zum Förderangebot finden Sie in der Förderrichtlinie (pdf).

Bitte füllen Sie den vorläufigen Antrag vollständig aus, insbesondere die Angaben zur Art des zu modernisierenden Gebäudes und zum beantragten Fördermodul. Diese sind per Auswahl wählbar.

Download des vorläufigen Antrags (pdf)

Kontakt

Mo., Di., Do. & Fr. 10:00 - 14:00 Uhr 
Telefon: 030 / 2125-4480
solarplus@ibb-business-team.de

Handwerker installiert Photovoltaikanlage

Mit SolarPLUS wird das Förderprogramm EnergiespeicherPLUS, das zum 31.08.2022 beendet wird, erweitert und fortgeführt.

Weiterhin werden Investitionen in Stromspeicher durch Zuschüsse unterstützt. So soll der Strom, der auf dem eigenen Dach erzeugt wird, zu einem noch größeren Teil vor Ort genutzt werden können. Die Neuerungen des Programms sollen darüber hinaus helfen, Mieterstromprojekte wirtschaftlicher zu gestalten.
Zudem werden Solaranlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden gefördert, sowie Fassaden-Photovoltaikanlagen und die Kombination von Gründächern mit Solaranlagen.
Unterstützt wird auch die Vorbereitung von Solar-Projekten, indem Kosten für die Erstellung von Studien, Gutachten und Konzepten anteilig übernommen werden. Das Programm nimmt hier gezielt Unternehmen in den Fokus, die so größere Solarprojekte umsetzen können.

Antragsberechtigt sind sowohl Privatpersonen, als auch Unternehmen, die in Berlin in eine Photovoltaikanlage investieren.

Antrag für Photovoltaik-Förderung SolarPLUS stellen

Vom 1. September bis 31. Oktober 2022 können vorläufige Anträge mit einem PDF-Dokument gestellt werden, um den Beginn des Vorhabens zu ermöglichen. Mit der Umsetzung der Projekte kann auf eigenes Risiko begonnen werden, wenn Sie eine Eingangsbestätigung der IBB Business Team GmbH für den vorläufigen Antrag erhalten haben.

Bitte beachten Sie, dass aus der Zulassung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns kein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung hergeleitet werden kann. Die Zuwendung wird ausschließlich mit dem Zuwendungsbescheid bestätigt.

Ab dem 1. November 2022 wird das elektronische Antragssystem zur Verfügung stehen. Antragstellende, die bereits einen vorläufigen Antrag gestellt haben, müssen Ihren Antrag dann elektronisch verifizieren, um einen Zuwendungsbescheid erhalten zu können, mit dem die Förderung verbindlich zugesagt wird.

Fördermöglichkeiten SolarPLUS

Folgende Förderungen können Sie beantragen:

Modul A Gutachten – Studien – Konzepte - Beratung

  • A 1 Dachgutachten für Photvoltaik-Projekte
    Gefördert werden die nachfolgenden Leistungen:
    • Begutachtung der Statik einer Dachkonstruktion
    • Begutachtung des Zustandes des Daches samt Empfehlung über die Installation einer PV-Anlage
    • Begutachtung der Dach-Eignung für die Installation einer PV-Anlage (Verschattung, Effizienz)

Das Gutachten muss dabei von einer befähigten Person erstellt werden.

  • A 2 Machbarkeitsstudien
    Gefördert werden Studien, in denen beurteilt wird, ob ein Photovoltaik-Projekt technisch umgesetzt werden kann. Dazu gehören auch die Kosten- und Risikoeinschätzung sowie die Abwägung der Erfolgsaussichten. Die Dachfläche muss dabei mindestens 150 Quadratmeter haben.
     
  • A 3 Zähler- und Messkonzepte für Mietstrommodelle
    Gefördert wird das Erstellen von Zähler- und Messkonzepten insbesondere für die Installation von Zählern zur Messung des PV-Stroms und des Netzstroms für Mieterstromprojekte.
     
  • A 4 PV-Anlagen & Steuern - Kostenübernahme für Steuerberatungen
    Im Rahmen der Photovoltaik-Förderung werden die Kosten für eine Beratung zur steuerlichen Veranlagung einer Solaranlage auf Ein- und Zweifamilienhäusern sowie auf Mehrfamilienhäusern übernommen. Dabei muss es sich um eine Erstberatung einer Steuerberaterin oder eines Steuerberaters handeln.

Modul B Hauselektrik

  • B 1 Messplätze / Stromzähler für PV-Anlagen
    Messplätze sind beispielsweise Zählerschränke, in denen die für den Betrieb der Solaranlage nötigen Zähler untergebracht sind. Insbesondere gehören dazu auch die Summenzähler in Mietstromprojekten. Die Kosten werden nur dann übernommen, wenn die Installation eines Messplatzes für die Zähler nicht vorhanden ist oder Messplätze vor dem 31.12.2014 in Betrieb genommen wurden.
     
  • B 2 Zusammenlegung von Hausanschlüssen
    Werden im Rahmen von Mieterstromprojekten die Zusammenlegung von Hausanschlüssen nötig, sollen diese förderfähig werden. Die Solarstrom-Projekte müssen im Bestand durchgeführt werden und dürfen keine Mieterhöhungen zur Folge haben.

Modul C Stromspeicher

  • C 1 Kauf
    Gefördert wird der Kauf von Stromspeichern, die Solarstrom aus neu errichteten Photovoltaikanlagen speichern. Außerdem werden Kosten für Managementsysteme und sämtlichen Komponenten, die für den Betrieb der Anlage nötig sind, finanziell unterstützt.
    Dieses Modul ersetzt ab Start die Förderung EnergiespeicherPLUS.
     
  • C 2 Pacht/Leasing
    Die Photovoltaik-Förderung wird auch für Pacht- und Leasingverträge von Stromspeichern gewährt.

Modul D Sonderanlagen-Boni

  • D 1 Denkmalgerechte Photovoltaik
    Eine Förderung von Photovoltanlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden ist möglich, wenn eine denkmalrechtliche Genehmigung vorliegt. Förderfähig sind:
    • Solardachziegel
    • Indach-PV-Anlagen
    • Solare Dachbahnen
    • farblich angepasste PV-Anlagen
       
  • D 2 Fassaden-Photolvaikanlagen
    Förderfähig sind Photovoltaikanlagen, die als Teil der Gebäudehülle in die Fassade integriert sind.
     
  • D 3 Gründach-Photovoltaik-Anlagen  
    Förderfähig sind die Mehrkosten, die durch eine Kombination einer Photovoltaikanlage mit einem Gründach entstehen. Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn das Projekt aus dem Programm GründachPLUS gefördert werden kann.

Die Mittel für die Solaranlagen-Förderung stammen aus dem Landeshaushalt Berlin und werden vom IBB Business Team nach Ermessen im verfügbaren Rahmen vergeben. Die Förderung wird als Umweltschutzbeihilfe auf der Grundlage der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (Abschnitt 7) oder als De-minimis-Beihilfe zugesprochen.  

Wer kann die SolarPLUS-Förderung beantragen?

Wer antragsberechtigt ist, wird für die einzelnen Module individuell festgelegt. Generell richtet sich die Förderung an alle Verfügungsberechtigten privat oder gewerblich genutzter Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Gewerbeimmobilien, die ihre Dächer für die Solarstromgewinnung zur Verfügung stellen wollen.

Für die Module A1, A2, A3, B2 & D3 können die Anträge von Verfügungsberechtigten selbstgenutzter oder vermieteter Mehrfamilienhäuser oder Gewerbeimmobilien sowie deren Bevollmächtigte gestellt werden. Dazu gehören auch Wohnungsbaugenossenschaften, Anstalten öffentlichen Rechts, Vereine und Stiftungen sowie Energiedienstleistungsunternehmen und Energieversorger, die Dächer zum Zweck der Energiegewinnung pachten.

Mit dem Modul A4 sollen speziell Eigentümer:innen von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie durch Wohnungseigentümergemeinschaften bevollmächtigte Hausverwaltungen angesprochen werden.

Anträge für die Module B1, C, D1 und D2 können Verfügungsberechtigte von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Hausverwaltungen von Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsbaugenossenschaften, Vereinen, Stiftungen, Anstalten öffentlichen Rechts sowie Energiedienstleistungsunternehmen und Energieversorgern gestellt werden, die Dächer zur Energiegewinnung pachten.

Mehr zur Förderung von Photovoltaik für Privathaushalte

Mehr zur Förderung  on Photovoltaik für Mehrfamilienhäuser und Gewerbe

Was wird bezuschusst?

Je nach Modul werden entstehende Kosten bezuschusst, wie zum Beispiel die Kosten für die Erstellung von Gutachten, Studien, Konzepten, Steuerberatungskosten, Kosten für Messplätze oder die Zusammenlegung von Hausanschlüssen, Stromspeicher oder Mehrkosten, die bei besonderen Photovoltaikanlagen entstehen. 

Wie hoch ist die Solar-Förderung?

Die Förderung wird abhängig von der Art des Projektes entweder als Anteilsfinanzierung, als Festbetragsfinanzierung oder als Vollfinanzierung gewährt. Die Förderhöhe bemisst sich darüber hinaus auch nach der Unternehmensgröße und ist nach oben gedeckelt.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die einzelnen Fördersätze sowie die Antragsberechtigten der jeweiligen Module:

Modul

Zuwendungsfähige Ausgaben

Förderhöhe (brutto)

A 1  Dachgutachten

A 2  Machbarkeitsstudien

A 3  Zähler- und Messkonzepte

Kosten für die Erstellung des Gutachtens bzw.
der Studie bzw. des Konzeptes

Privatpersonen, WEG, kleine Unternehmen: 65 %

mittlere Unternehmen: 55 %

große Unternehmen: 45 %

Dachgutachten sowie Zähler- und Messkonzepte maximal 5.000 EUR

Machbarkeitsstudien maximal 15.000 EUR

A 4  Steuerberatungen

Kosten der Erstberatung für die Veranlagung einer PV-Anlage

pauschal 226,10 €

B 1  Messplätze

 

  • Kosten für die Messplätze (z. B. Zählerschränke)
  • Planungsleistungen

Privatpersonen, WEG, kleine Unternehmen: 65 %

mittlere Unternehmen: 55 %

große Unternehmen: 45 %

maximal 10.000 EUR

B 2  Zusammenlegung von Hausanschlüssen

  • Kosten für den Rückbau von alten Hausanschlüssen
    und Erneuerung bzw. Verstärkung eines bestehenden
    Hausanschlusses sowie Materialkosten für ggf. stärkere Kabel
  • Arbeitsaufwand
  • Planungskosten

Privatpersonen, WEG, kleine Unternehmen: 65 %

mittlere Unternehmen: 55 %

große Unternehmen: 45 %

maximal 5.000 EUR

C 1  Kauf Stromspeicher

  • Investitionskosten für den Stromspeicher
  • Investitionskosten für das Energiemanagementsystem
  • Investitionskosten für Batteriewechselrichter bzw.
    zwei Drittel der Investitionskosten für Hybridwechselrichte,
  • Kosten für die Installation des Speichers, des Energiemanagementsystems
    und des Wechselrichters

Verfügungsberechtigte von Ein- und Zweifamilienhäusern:

300 EUR je nutzbarer kWh

maximal 15.000 EUR

 

Verfügungsberechtigte von Mehrfamilienhäusern, kleine Unternehmen: 65 %

mittlere Unternehmen: 55 %

große Unternehmen: 45 %

maximal 30.000 EUR

 

C 2  Pacht/Leasing Stromspeicher

Förderung je Kilowattstunde Speicherkapazität des Speichers

300 EUR je nutzbarer kWh

maximal 15.000 EUR

 

D 1  Denkmalgerechte PV

 

Mehrkosten gegenüber Standard-PV-Anlage

Privatpersonen, WEG, kleine Unternehmen: 65 %

mittlere Unternehmen: 55 %

große Unternehmen: 45 %

maximal 15.000 EUR

maximal 100 Förderfälle insgesamt

D 2  Fassaden-PV

Mehrkosten gegenüber Standard-PV-Anlage

Privatpersonen, WEG, kleine Unternehmen: 65 %

mittlere Unternehmen: 55 %

große Unternehmen: 45%

maximal 30.000 EUR

maximal 100 Förderfälle insgesamt

D 3  Gründach-PV

 

Mehrkosten der PV-Anlage auf einem Gründach gegenüber
Standard-PV-Anlage  (z. B. für höhere Unterkonstruktionen)

Privatpersonen, WEG, kleine Unternehmen: 65 %

mittlere Unternehmen: 55 %

große Unternehmen: 45%

maximal 15.000 EUR

maximal 100 Förderfälle insgesamt

 

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Kombinieren Sie SolarPLUS mit weiteren Förderangeboten

Planen Sie neben Ihrem Solarprojekt weitere Investitionen oder suchen Sie noch Unterstützung bei der Finanzierung Ihrer Maßnahme? Dann können Sie auch eine weitere Förderung in Anspruch nehmen:

Blick auf begrüntes Dach mit Solaranlage

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Zuschüsse für Energiegutachten

Wirtschaftsnahe Elektromobilität (WELMO)

Zuschüsse für die Elektrifizierung des Wirtschaftsverkehrs

Berliner InvestitionsBONUS

Zuschüsse für betriebliche Zukunftsinvestitionen

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