Häufige Fragen zum Förderprogramm GründachPLUS

Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Basis-Informationen rund um das Förderprogramm „1.000 grüne Dächer“ bzw. „GründachPLUS“ – nach Themen sortiert – für Sie zusammengetragen.

Fragen zur Antragstellung von GründachPLUS

Wie stelle ich einen Antrag im Förderprogramm GründachPLUS?

Im ersten Schritt reichen Sie einen sogenannten Vorantrag mit Ihren Stammdaten ein.

Nach Eingangsbestätigung des Vorantrags durch die IBB Business Team GmbH können Sie anfallende Planungskosten auslösen.

Sobald Sie alle notwendigen Planungsunterlagen vorliegen haben, können Sie den Hauptantrag einreichen.
Mit der Baumaßnahme darf erst nach Erteilung des Zuwendungsbescheides begonnen werden.

Müssen dem Hauptantrag bereits Angebote beigelegt werden?

Wir benötigen lediglich ein Angebot für die Fertigstellungspflege.

Weitere Angebote werden nicht zwingend benötigt, wenn ein/e Garten-Landschaftsarchitekt:in /oder autorisierte/r Garten-Landschaftsplaner:in eine Mengen- und Kostenberechnung erstellt, anhand derer die Fördersumme ermittelt werden kann.

Wer entscheidet über die Förderung?

Bei einer regulären Förderung entscheidet die IBB Business Team GmbH in enger Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz.

Bei einer Green Roof Lab-Förderung entscheidet ein Förderausschuss auf Basis einer Entscheidungsvorlage der IBB Business Team GmbH. Im Förderausschuss sind die den Vorsitz stellende Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz und weitere sechs Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Fachgebiete wie Biodiversität, Regenwassermanagement und Garten- und Landschaftsbau vertreten.

Wie bzw. wann wird der Zuschuss an mich ausgezahlt?

Die Auszahlung der Zuwendung muss nach Bauabnahme bei der IBB Business Team GmbH beantragt werden. In der Regel erfolgt die Mittelauszahlung in einer Summe. Dazu ist ein Verwendungsnachweis zu erbringen, bestehend aus einem Sachbericht und einem zahlenmäßigen Nachweis über die geleisteten Zahlungen für das Projekt.

Wie errechnet sich die "Vegetationsfläche"?

In der Förderrichtlinie des Landes Berlin finden Sie auf den Seiten 14/15 eine Modellrechnung mit Skizze. 

Fragen zu den Fördervoraussetzungen von GründachPLUS

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt für das Förderprogramm „1.000 grüne Dächer“ bzw. "GründachPLUS" sind Grundeigentümerinnen und -eigentümer, sonstige Verfügungsberechtigte wie Erbbauberechtigte, Initiativgruppen, Eigentümergemeinschaften, Genossenschaften, Interessengruppen, Vereine, Begegnungsstätten, Seniorenheime etc. (mit Erlaubnis der Verfügungsberechtigten).

Welche Vorhaben werden bei GründachPLUS gefördert?

Gefördert werden horizontale Dachbegrünungen in den antragsberechtigten PLZ-Gebieten Berlins, Ob das von Ihnen zu begrünende Dach innerhalb der Förderkulisse befindet, erfahren Sie über unsere PLZ-Abfrage.

Wie lange habe ich Zeit, um mein Projekt umzusetzen?

Nach Bewilligung des Hauptantrages haben Sie ein Jahr Zeit, um Ihr Projekt umzusetzen.

Nach einem weiteren Jahr muss das Projekt abgeschlossen werden.

Kann ich ein Gründach überall in Berlin fördern lassen?

Nein, eine Förderung ist nur in bestimmten, ausgewählten innerstädtischen Regionen Berlins möglich. Ob das von Ihnen zu begrünende Dach innerhalb der Förderkulisse befindet, erfahren Sie über unsere PLZ-Abfrage.

Wie unterscheidet sich die „Green Roof Lab-Förderung“ von der „Regulären Förderung“?

Im Rahmen der Green Roof Lab-Förderung können nur besonders innovative, experimentelle, partizipative oder gemeinwohlorientierte Dach- und Gebäudebegrünungen eine Förderung erhalten. Im Einzelfall kann im Fördermodul Green Roof Lab auch die Begrünung von Neubauten gefördert werden.

Kann auch die Begrünung eines Neubauprojektes gefördert werden?

Begrünung von Neubauten sind in der Regel nicht förderfähig. In der Green Roof Lab-Förderung sind begründete Ausnahmen möglich.

Hat die Förderung durch GründachPLUS einen Einfluss auf De-Minimis-Beihilfen?

„1.000 grüne Dächer“ ist als Zuschuss eine „De-minimis“-Beihilfe im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1998/2006 der Kommission vom 15.12.2006 über die Anwendung der Artikel 87 und 88 EG-Vertrag auf „De-minimis“- Beihilfen (Amtsblatt der EG L 379/5 vom 28.12.2006). Das bedeutet: Wenn Sie bereits eine "De-Minimis"-Beihilfe erhalten haben, darf der Gesamtbetrag dieser Beihilfen insgesamt die 200.000 EUR nicht überschreiten. Dieser Betrag gilt für einen Zeitraum von 3 Jahren ab der ersten "De-Minimis"-Beihilfe.

Worauf bezieht sich die Förderhöhe von max. 60,00 EUR/m²?

Positionen im Zusammenhang mit der Errichtung des Gründachs (Vegetationsfläche zzgl. notwendige unbegrünte Maßnahmen) sind mit max. 60,00 EUR/m² der förderfähigen Fläche förderbar. Unsere Finanzierungsvorlage gibt Ihnen einen ersten Überblick der förderfähigen Kosten Ihres Projekts.

Sie finden Sie auf unserer Seite "Förderkriterien & Antragstellung" im Bereich "Downloads".

Können mehrere, sich auf einem Grundstück befindende, Dächer zu einer förderfähigen Fläche zusammengezogen werden?

Nein, eines der Dächer muss allein mindestens 100 m² vegetative Fläche aufweisen.

Können Baunebenkosten, wie Kosten für Kräne, Bauabsperrungen oder Gerüste angesetzt werden?

Baustelleneinrichtung, Anmeldung und Gestellung von Halteverboten, Bauzaun inkl. Vorhaltung, Gerüstturm inkl. Vorhaltung, Gerüstaufzug bzw. Kran inkl. Vorhaltung, Baustromverteiler inkl. Vorhaltung, Chemotoilette inkl. Vorhaltung u. ä. sind nicht förderfähig.

Können auch mehrere Dachflächen von Reihenhäusern begrünt werden?

Ja. Allerdings müssen die Reihenhäuser nebeneinander liegen und die Dächer baulich verbunden sein. Zudem muss der Antrag von einer Person gestellt werden.

Sind Maßnahmen zur Bewässerung förderfähig?

Mehrkosten für Maßnahmen zur Bewässerung sind nur bei Intensivbegrünung ansetzbar.

Was ist mit dem Verhältnis 75% zu 25% vegetativer zu nicht vegetativer Fläche gemeint?

Bei einer Dachbegrünung müssen mindestens 75% der förderfähigen Fläche begrünt – also vegetative Fläche – sein.

Kann bei Extensivbegrünung weniger als 10 cm Vegetationstragschicht und bei Intensivbegrünung 10 cm Vegetationstragschicht als ausreichend betrachtet werden?

Nein, die Vegetationstragschicht muss bei extensiver Begrünung mindestens 10 cm, bei intensiver Begrünung mehr als 10 cm betragen.

Kann die Fertigstellungspflege in Eigenleistung erfolgen?

Nein, eine Fertigstellung in Eigenleistung ist nicht förderfähig. Die Durchführung der Fertigstellungspflege durch ein Fachunternehmen ist verbindlicher Bestandteil des Förderprojektes.

Werden bei der Errichtung einer Solaranlage in Kombination mit einem Gründach auch Mehrkosten für die Aufständerung übernommen?

Nein, förderfähig ist nicht die Aufständerung an sich, sondern eventuelle Mehrkosten, die sich z. B. durch einen Mehraufwand beim Schichtenaufbau und der Substratverlegung durch die Aufständerung ergeben können (Punkt 4.2.3. in der Richtlinie). Es werden grundsätzlich nur Kosten bezuschusst, die zur Entstehung des Gründaches beitragen, keine Materialkosten für Solaranlagen.
Planen Sie eine Kombination Solar – Gründach? Nehmen Sie gern mit uns im Vorfeld Kontakt auf: 030 / 2125-2366

Förderfähigkeit von Durchwurzelungsschutzbahnen

Bei dem in der Richtlinie aufgeführten Aufbau der Vegetationsflächen inklusive Durchwurzelungsschutz bezieht sich der Durchwurzelungsschutz auf Wurzelschutzfolien u.a. oberhalb der Dachhaut, nicht auf wurzelfeste Oberlagen der geklebten Dachabdichtung.

Kann ich die Förderung GründachPLUS mit weiteren Zuwendungen kombinieren?

Grundsätzlich ist eine Kombination verschiedener Förderungen nicht ausgeschlossen.

Sie können z. B. mit dem Förderprogramm EnergiespeicherPLUS eine Förderung für die Anschaffung eines Solarenergiespeichers erhalten.

Sonstige Fragen zum Förderprogramm GründachPLUS

Kann die IBB Business Team GmbH auch Garten-Landschaftsplaner:innen/-architekt:innen benennen?

Nein, wir dürfen aus Wettbewerbsgründen keine Fachbetriebe empfehlen. Wir nennen Ihnen aber bei Interesse gern Links zu Dachorganisationen.

Was ist unter „Vegetationstragschicht“ zu verstehen?

Die Vegetationstragschicht ist Trägermedium und Nährboden für die Pflanzen, auch Substratschicht genannt. Diese muss bei einer extensiven Begrünung mind. 10 cm betragen, bei einer intensiven Begrünung deutlich darüber (ab ca. 12 cm). Hinzu kommt der Aufbau des Gründachs inklusive Drän- und Speicherschichten.

Logo der Berliner Regenwasseragentur

Gründächer sind eine notwendige Maßnahme für einen nachhaltigen Umgang mit Regenwasser. Die Berliner Regenwasseragentur ist Partner des Förderprogramms GründachPLUS und informiert Sie gern über:

  • die Möglichkeiten und Vorteile der Dachbegrünung,
  • weitere Maßnahmen der Bewirtschaftung von Regenwasser auf Grundstücken,
  • Umsetzungsbeispiele sowie
  • Ansprechpartner für die Vor-Ort-Beratung, Planung und Umsetzung.

Erfahren Sie mehr zur Berliner Regenwasseragentur

Erfahren Sie mehr über Gründächer und die Berliner Förderung live mitgeschnitten in unserer Informationsveranstaltung am 28.04.2022

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