Unsere Geschichte: Gemeinsam mit Berlin wachsen

Seit mehr als 20 Jahren sind wir als Fördergesellschaft des Landes Berlin aktiv und haben das Programm- und Projektportfolio seit der Gründung stetig erweitert.

Bis heute ist das IBB Business Team auf 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewachsen und setzt zehn verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Berliner Wirtschaft und der energetischen Sanierung des Immobilienbestandes um.

Kreise mit Jahreszahlen vor Berliner Skyline

Die Anfänge

Den Startschuss bildete das Technologie Coaching Center (TCC) 1997. Die Deutsche Ausgleichsbank (DTA) und die Investitionsbank Berlin (IBB) riefen das Förderprojekt ins Leben, das bestehende kleine und mittlere Unternehmen beim Wachsen durch betriebswirtschaftliche Seminare und Coaching zu verschiedenen Schwerpunkten unterstützte.

Aus dem Projekt heraus wurde die TCC GmbH gegründet, der Vorgänger der heutigen IBB Business Team GmbH. Kurz nach der Gründung wurde das Kreativ Coaching Center (KCC) initiiert, das spezielle Beratungsangebote für die Kreativwirtschaft schuf. Im Rahmen dieses Programms wurden nun insbesondere technologieorientierte und kreative Geschäftsideen gefördert. Die Investitionsbank Berlin ist zu diesem Zeitpunkt bereits alleinige Gesellschafterin der TCC GmbH.

Seit 2011 wird das Förderprogramm Transfer BONUS durch die IBT umgesetzt. Das auch heute noch sehr erfolgreiche Programm dient der Förderung von Kooperationen zwischen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen mit Unternehmen. Ziel ist die Stärkung der Innovationsfähigkeit der Berliner Wirtschaft bzw. die Etablierung innovativer Geschäftsideen.

Aus TCC GmbH wird IBB Business Team – neue Aufgaben kommen hinzu

Im Jahr 2012 erfolgt die Umfirmierung der TCC GmbH in die IBB Business Team GmbH (IBT). Die IBT wird nun mit der Umsetzung von immer mehr Förderinstrumenten betraut, die nicht mehr nur reinen Programm- und Coaching-Charakter haben.

Dazu zählt unter anderem der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg. Im Rahmen des Projektes werden mehr als 50.000 EUR Preisgeld an die besten Konzepte in drei Phasen vergeben. Die Gründerinnen und Gründer erhalten außerdem professionelle Unterstützung bei der Erstellung ihres Geschäftskonzeptes und können kostenfreie Seminare, Workshops, Beratungs- und Netzwerkangebote nutzen.

Eine weitere neue Aufgabe ist die Organisation und Durchführung von Deutschlands größter Gründer- und Unternehmermesse, der Deutschen Gründer- und Unternehmertage deGUT. Die zweitägige Veranstaltung bietet Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern sowie Gründerinnen und Gründern fundiertes Wissen und Beratung zu allen Themen der beruflichen Selbstständigkeit und Unternehmensführung sowie ein umfangreiches Seminar- und Workshop-Programm.

2012 verschmelzen außerdem die Förderprojekte Technologie Coaching Center und Kreativ Coaching Center im Programm Coaching BONUS. Der Fokus des Programms liegt in dieser Zeit auf der Förderung zukunftsträchtiger und strukturbildender Existenzgründungen. Zudem werden kleine und mittelständische Unternehmen beim Aufbau effektiver Unternehmensstrukturen durch gefördertes Coaching unter dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe angeleitet und zur eigenständigen Umsetzung befähigt.

Das Jahr 2013 markiert den Start des Förderprojekts ENEO (Energieberatung für Effizienz und Optimierung). Es unterstützt Immobilieneigentümerinnen und Immobilieneigentümer u. a. mit Zuschüssen für die Erstellung von Energiegutachten, die Maßnahmen für die energetische Gebäudesanierung aufzeigen. Neben reiner Wirtschaftsförderung übernimmt die IBT nun auch die Aufgabe der Immobilienförderung.

Digitalisierung sowie nachhaltige Mobilität und Immobiliennutzung werden neue Schwerpunkte

Digitalisierung ist nicht nur für Unternehmen eines der zentralen Themen unserer Zeit, sondern auch für die Verwaltung und für öffentliche Institutionen. Um die Erfassung, Verarbeitung und Abwicklung von Förderanträgen zur optimieren, bietet die IBT ab 2015 das erste elektronische Antragssystem der Hauptstadt für die Beantragung von Förderungen an. Der Antragsprozess läuft nun vollständig digital und ermöglicht die effiziente Bearbeitung der Förderanträge.

Im Jahr 2015 wird das Förderprogramm Coaching BONUS um die Förderzweige Internationalisierung und Unternehmensnachfolge erweitert.

Mit der Übernahme der Telefonzentrale der IBB im Jahr 2016 erweitert die IBT ihr Portfolio um das Aufgabefeld der Dienstleistungen. Im darauffolgenden Jahr kommen der Post- und der Empfangsservice hinzu.

Mit dem Programm Benzin-Hybrid-Taxis setzt die IBT von 2017 bis 2019 erstmals ein Förderinstrument um, das auf den Bereich Elektromobilität abzielt. Das Land Berlin möchte mit dieser Fördermaßnahme die Energiewende in der Stadt vorantreiben. Berliner Taxiunternehmen können geförderte Benzin-Hybrid-Neufahrzeuge anschaffen, wenn sie zeitgleich veraltete Dieselfahrzeuge stilllegen.

Seit Sommer 2018 erweitert das Förderprogramm Wirtschaftsnahe Elektromobilität (WELMO) die Elektromobilitätsförderung. Es dient der Elektrifizierung des Berliner Wirtschaftsverkehrs und fördert den Umstieg auf emissionsarme Antriebssysteme für alle Berliner Gewerbetreibende.

Speziell an Existenzgründungen und Start-ups richtet sich das im Jahr 2018 erfolgreich gestartete Förderprogramm GründungsBONUS. Neu gegründete oder in der Gründung befindliche Unternehmen, die neuartige oder noch nicht am Markt etablierte Anwendungen, Produkte und Dienstleistungen anbieten, werden mit initialen Kostenzuschüssen unterstützt.

Ein PLUS für die Umwelt und Berliner Immobilieneigentümerinnnen und Immobilieneigentümer

Im Jahr 2019 startet das Land Berlin eine Offensive in den Bereichen Wohnen und Ökologie. Die drei Förderprogramme GründachPLUS, HeiztauschPLUS und EnergiespeicherPLUS sollen ihren Beitrag für verbessertes Stadtklima, die Reduktion von CO₂-Emissionen, die Ausweitung erneuerbarer Energien und das Vorantreiben der energetischen Gebäudesanierung leisten und Berlin damit noch lebenswerter machen. Alle drei Förderinstrumente werden von der IBT betreut und umgesetzt:

Wer durch Dachbegrünung zur Begrenzung negativer Klimaauswirkungen in der Stadt beitragen möchte, kann hierfür eine Förderung im Rahmen des Programms GründachPLUS beantragen. Besonders innovative und wirksame Konzepte mit Leuchtturmcharakter erhalten bis zu 100 Prozent Förderung.

Alte Heizungsanlagen sind häufig sehr ineffizient. Mit dem Programm HeiztauschPLUS setzt die Stadt Berlin Anreize, die Reduktion von CO₂-Emissionen durch den Austausch alter Anlagen voranzutreiben. Die Förderung erfolgt über Zuschüsse beim Kauf und Einbau neuer Anlagen und durch gebäudeindividuelle Sanierungsberatung.

Im Rahmen von EnergiespeicherPLUS erhalten Immobilienbesitzerinnen sowie Immobilienbesitzer die Möglichkeit, Zuschüsse zu Energiespeichersystemen zu bekommen, wenn diese die Energie aus neu errichteten Photovoltaikanlagen speichern und zugleich in das zentrale Stromnetz einspeisen. Ziele der Maßnahme sind die Steigerung des Solarstromanteils und die Dezentralisierung der städtischen Energieversorgung.

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